5. Station

 

Simon von Cyrene

 

Die Soldaten merken, dass Jesus es nicht mehr lange schaffen kann. Da kommt der völlig unbeteiligte Simon des Weges. Er wird einfach gezwungen, diesem ihm offenbar wenig bekannten Todgeweihten das Kreuz ein Stück weit zu tragen. Gerne wird er es wohl nicht getan haben, aber was sollte er schon machen? Trotzdem ist er in die Geschichte eingegangen als der, der Jesus tragen hilft.

Ist es Zufall, dass diese Station gerade an der steilsten Stelle unseres Kreuzweges steht, wo wohl dem einen oder anderen einmal geholfen werden muß, die Stufen zu überwinden?

Gefühlsmäßig gehen wir oft davon aus, dass man es gern tun muß, wenn man einem Menschen hilft. Dazu sind wir allerdings nicht immer in der Lage. Tatsache ist, dass soziales Verhalten oft Überwindung kostet, dass wir, um andere nicht im Stich zu lassen, Dinge tun müssen, die uns überhaupt nicht liegen, und doch ist es immens wichtig, dass sie getan werden.

 

Gebet

 

Herr Jesus, du nimmst dankbar die widerwillige, ja geradezu erzwungene Hilfe des Simon an. Damit machst du uns klar, dass es oft nicht darum geht, zu fragen, ob ich dies und jenes jetzt mag. Um der Menschen willen muss vieles einfach getan werden. Schenke uns Verständnis füreinander und die Kraft, uns zu überwinden, wenn es notwendig ist.

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.


 
 
 

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