Ich möchte mein Kind taufen lassen

 

Taufen in Seefeld

 

Falls sie Eltern geworden sind, wozu ihnen zu gratulieren ist, und sie ihr Kind taufen lassen möchten, bedenken sie, worum es dabei geht:

Die Taufe ist das Sakrament der Aufnahme in die Kirche, was zweierlei bedeutet:

Sakrament:

Die Sakramente sind wirkungsvolle Zeichen der Zuwendung Gottes zu uns Menschen, sie vermitteln uns Gottes Gnade. Gerade in der Kindertaufe zeigt sich deutlich, dass Gott uns annimmt, ohne irgendwelche Leistungen vorauszusetzen.

Ein Kind taufen zu lassen, bedeutet also nicht, ihm eine lebenslange Belastung zuzumuten, sondern ist ein Geschenk und ein Ausdruck dessen, dass Eltern ihr Kind auf der Seite Gottes wissen möchten.

Eltern wollen ihren Kindern immer mitgeben, was für sie selbst wichtig ist. Wenn ihnen also ihr Glaube und die Kirche viel bedeuten – warum sollten sie das ihrem Kind vorenthalten?

Sollten sie allerdings selber keinen Bezug zu Christentum und Kirche haben, stellt sich die Frage, was sie mit der Taufe eigentlich wollen. Zum Sakrament gehört auch, dass das, was hier geschenkt wird, wachsen kann. Das kann es nur, wenn auch etwas dazu getan wird.

Aufnahme in die Kirche:

Damit ist Taufe nicht eine bloße Familienfeier und Privatangelegenheit, sondern auch Sache der Kirche, die das Kind damit in ihre Gemeinschaft aufnimmt. Die Taufe ist somit der Beginn eines Lebens in und mit der Kirche. Daher achtet die Kirche auch darauf, dass die Voraussetzungen gegeben sind, die ein Hineinwachsen in diese Gemeinschaft  ermöglichen, konkret: dass die Eltern bereit und in der Lage sind, ihr Kind auch im Glauben dieser Kirche zu erziehen. Daher ist es wichtig, dass die Eltern selbst dieser Kirche angehören (zumindest ein Elternteil) und aus diesem Glauben leben. Man kann einem Kind nicht etwas vermitteln, was man selber nicht mag. Eltern, die aus der Kirche ausgetreten sind, können nur schwer glaubhaft machen, dass sie ihr Kind im Sinne dieser Kirche erziehen werden, der sie selbst den Rücken gekehrt haben.

Taufpate/patin:

Auch das Patenamt ist auf diesem Hintergrund zu verstehen:

Dieses ist ein offizielles kirchliches Amt. Mit diesem Amt übernimmt der Pate/ die Patin eine Verantwortung vor allem für den Glaubensweg des Kindes. Dass ein solches Amt nur übernehmen kann, wer dieser Kirche auch angehört, müsste nachvollziehbar sein. 

Konkrete Vorgangsweise:

Wenn also die Grundvoraussetzungen stimmen, also zumindest ein Elternteil sowie Pate/in der Katholischen Kirche angehören und willens sind, ihrem Kind den Glauben dieser Kirche auch zu vermitteln, kann die Taufe angemeldet werden.

Bevor Zeit, Ort und Form festgelegt werden, ist mit dem Pfarrer ein Taufgespräch zu führen. 

Weiters ist zu bedenken:

 

Wohnort:

An sich hat die Taufe in jener Gemeinde stattzufinden, in der die Eltern wohnen, da das Kind ja auch in diese konkrete Gemeinde aufgenommen wird.

Sollten sie also nicht in Seefeld wohnen, möchten das Kind aber trotzdem hier taufen lassen, braucht es dafür triftige Gründe.

Auch wenn diese Gründe nachvollziehbar sind, ist trotzdem vom Wohnpfarramt eine Tauferlaubnis einzuholen.

Termin:

Der übliche Tauftag ist jeweils der erste Samstag im Monat. Kinder, die zu diesem Termin gemeldet sind, werden in einer gemeinsamen Feier getauft. Getrennt zu feiern entspricht nicht dem Sinn der Taufe (siehe oben).

Als Alternative besteht die Möglichkeit, die Taufe im Gemeindegottesdienst zu feiern, und zwar sowohl am Sonntag als auch am Werktag. Diese Form ist besonders sinnvoll, da die Gemeinde, in die das Kind aufgenommen wird, mit einbezogen ist.

Ausnahmen von dieser Regelung werden nicht gemacht! (auch nicht, wenn sie einen Priester mitbringen).

Taufkirche:

Grundsätzlich gilt, dass in jeder Kirche und Kapelle getauft werden kann, in der regelmäßig Gottesdienst gefeiert wird. Das ist bei uns die Pfarrkirche, die Blutskapelle und von Mai bis Oktober das Seekirchl.

Die ersten, welche die Taufe für den Taufsamstag anmelden, können den Ort bestimmen und in gewissen Grenzen auch die Tageszeit. Alle weiteren sind daran gebunden.

Tauffeier:

Der Ablauf der Feier muss nicht neu erfunden werden, sondern ist im Wesentlichen vorgegeben.

Wichtige Elemente:

Die Frage nach der Bereitschaft, das Kind im Glauben der Kirche zu erziehen;

die Frage nach der Bereitschaft der Paten, die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen;

das Kreuzzeichen als Symbol der Aufnahme in die Kirche;

die Taufgelübdeerneuerung der Eltern und Paten;

die Taufe selbst mit der Chrisam-Salbung, dem Überreichen des Taufkleides und dem Entzünden der Taufkerze an der Osterkerze.

Anmeldung:

Die Taufe ist schriftlich anzumelden. Dazu gibt es im Pfarramt ein Formular.

Folgende Dokumente sind vorzulegen:

Geburtsurkunde des Kindes, Taufscheine sowie gegebenenfalls Eheurkunde der Eltern,

Taufschein des Paten/der Patin mit Nachweis der Firmung.

 

Wenn sie mit all dem einverstanden sind und die Voraussetzungen stimmen, steht der Taufe nichts mehr im Wege!

Mag. Egon Pfeifer, katholischer Pfarrer in Seefeld

 
 
 

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